Wie ein Stein im Geröll

14,80  inkl. MWSt.

112 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag

Aus dem Katalanischen von Heike Nottebaum 

Ein zärtlicher Blick in eine fremde Welt, in der Leben, Tod und die Liebe wie Urgewalten wirken.

 

Artikelnummer: ISBN 978-3-88747-221-4  Kategorien: ,

Conxa, ein Mädchen von dreizehn Jahren, wird von ihren Eltern, armen Bauern in einem kleinen Dorf in den katalanischen Pyrenäen, zur kinderlosen Tante in ein anderes Dorf gebracht. Dort arbeitet sie im Haushalt und auf dem Feld und lernt später Jaume kennen, den sie gegen anfängliche Widerstände heiratet. Maria Barbal führt uns mit einer schnörkellosen Sprache in die fast archaisch anmutende Welt spanischer Bergdörfer, in der das Leben von ewig gültigen Traditionen geprägt scheint. Diese Welt wird brutal von der Politik überfallen, vom Bürgerkrieg zwischen Anhängern der neuen Republik und den Anhängern Francos. Der Krieg bricht auch in den Dörfern Fronten auf, zerstört das Vertraute und damit die Selbstverständlichkeit, in den alten Bahnen weiterzuleben. Conxa, inzwischen Mutter dreier Kinder, erlebt die Verhaftung ihres Mannes, wird selbst mit anderen Frauen und Kindern interniert. Später erfährt sie, daß ihr Mann erschossen wurde – und folgt schließlich ihrem Sohn nach Barcelona, eine Stadt, so neu und so fremd wie ein anderer Planet …

Ein zärtlicher Blick in eine fremde Welt, in der Leben, Tod und die Liebe wie Urgewalten wirken.

 

Elke Heidenreich ZDF, Lesen!

»Buchmessenschwerpunkt in diesem Jahr ist die katalanische Kultur, und dazu können Sie zur Einstimmung nichts Besseres, Ergreifenderes und Eindringlicheres lesen, als diese kleine Liebesgeschichte. Und das ist die zweite Sensation: so ein schmales, ruhiges Buch und – es enthält nicht nur ein ganzes Leben, es enthält eine ganze verschwindende Welt. […] Dieses Buch ist von einer Ruhe, Kraft und Schönheit, die überwältigend ist. Ich habe so was lange nicht gelesen. Und es lehrt uns, wie kurz unser Leben ist und was eigentlich wirklich wichtig ist – letztlich nur lieben, geliebt werden, aufrecht bleiben und sich ein Gefühl für Schönheit bewahren. […] Dieses Buch hat etwas, was nur ganz wenige Bücher ganz selten haben. Man liest es und bekommt Kraft. Es ist traurig, aber es ist niemals wehleidig. Ja, danach hat es jetzt jedes andere Buch wirklich schwer.«

Florian Welle Süddeutsche Zeitung

»So spiegelt sich auf den gerade mal hundert Seiten die große Historie des zwanzigsten Jahrhunderts in der kleinen. »Wie ein Stein im Geröll« ist auf mehreren Ebenen zu lesen, als politischer Roman, als gesellschaftliches Gemälde und als das Schicksal einer bildungsarmen, ihr ganzes Leben hart arbeitenden Frau.«
Den gesamten Artikel lesen: www.sueddeutsche.de/mediathek

Weeranut Jaksarn Literaturkritik

»Wehmütig ist ihre Erzählung, aber keineswegs wehleidig und schon gar nicht mitleidheischend. Völlig undramatisch wird ihre Geschichte wiedergegeben. Die Übersetzerin hat ganze Arbeit geleistet, denn Conxas einfaches Wesen kommt in nüchtern gewählten Worten wunderbar zur Geltung. Auf den allerletzten zwei Seiten schwingt sich der Roman in ungeahnte literarische Höhen. Bei der Beschreibung der Stadt Barcelona, explodiert die Sprache regelrecht in phantasievollen Metaphern, Vergleichen und stilistischen Feinheiten … eine warmherzig berührende Lesekost.«
Den gesamten Artikel lesen: www.berlinerliteraturkritik.de

Zusätzliche Information

Gewicht 200 g
Größe 20 x 11.5 cm
ISBN Nummer

978-3-88747-221-4