Unsere Architekten. Feinste Verrisse von Cicero bis Kurt Tucholsky

14,80  inkl. MWSt.

128 Seiten, gebunden

Kaum ein Beruf ist öffentlicher Kritik so vehement ausgesetzt wie der des Architekten – vergleichbar nur noch mit dem des Fußballers, der sich Woche für Woche Millionen von Experten stellen muss. Jeder von ihnen weiß besser, wie ein Haus auszusehen hat, lässt sich gern…

Artikelnummer: ISBN 978-3-88747-254-2 Kategorien: , , ,

 Kaum ein Beruf ist öffentlicher Kritik so vehement ausgesetzt wie der des Architekten – vergleichbar nur noch mit dem des Fußballers, der sich Woche für Woche Millionen von Experten stellen muss. Jeder von ihnen weiß besser, wie ein Haus auszusehen hat, lässt sich gern über missratene Fassaden aus und bedauert die armen Teufel, die in Architektenhäusern leben müssen. Wie in Fußballarenen wird manchmal auch im Chor gepfiffen, wenn schlechte Darbietung die Volksseele beleidigt. Weniger im Chor, vielmehr als Solisten haben Vertreter einer anderen Zunft, der Literatur, die Architekten und ihre Bauten immer wieder heftig kritisiert. Nicht, dass sie mehr von der Architektur verstünden als andere, aber ihre Wehklagen oder Zornesausbrüche über architektonische Unfälle sind gekonnter formuliert und deswegen unterhaltsamer – ein Muss auch für Architekten, die mit der Lektüre ihre Affinität zur Literatur selbstironisch unter Beweis stellen können und wissen: Egal, was gesagt wird, Hauptsache, es wird über einen geredet.

»Alles Schwachköpfe! Vergessen immer die Treppe im Haus.«
Gustave Flaubert

Mit Beiträgen von Marcus Tullius Cicero, Louis-Sébastien Mercier, Victor Hugo, Ferdinand Raimund, Nikolai Gogol, Lew Nikolajewitsch Tolstoi, Peter Altenberg, Friedrich Nietzsche, Kurt Schwitters, Peter Weiss, Heiner Müller, Giorgio Vasari, Johann Wolfgang von Goethe, E.T.A. Hoffmann, Egon Friedell, Kurt Tucholsky, Julien Green, Ernst Bloch, Max Frisch, Brigitte Reimann, Marina Zwetajewa, Gisela Elsner, Honoré de Balzac, Siegfried Kracauer, Bruce Chatwin, Durs Grünbein und vielen anderen.

Bea Novy Deutschlandradio Kultur

»Ursula Muscheler, selbst Architektin, hat für die nicht immer einleuchtende, aber amüsante Mischung dieses Buches Zitate aus allen Textsorten gesammelt; da findet man manches Erwartete nicht – zum Beispiel Emile Zola -, dafür um so mehr Unverhofftes und Unbekanntes. Oder Vergessenes. Wie dieses Apercu von Wilhelm Busch, das alle Klarheiten endgültig beseitigt: »Mit Baulichkeiten ist es misslich / Ob man sie schätzt, ist ungewisslich.«

Zusätzliche Information

Gewicht 280 g
Größe 24 x 13.5 cm
ISBN Nummer

978-3-88747-254-2