Schweigekind. Roman

20,00  inkl. MWSt.

208 Seiten
gebunden mit Schutzumschlag

 

 

Ein psychologisch gekonnt aufgebauter Spannungsroman über Scham und Schuld, über eine Frau und ihre Verstrickung in Schmerz und  Rache, und über einen Mann, der ein verletztes Leben durch seine Liebe zu heilen versucht.

»Ich hätte dich so gern bewahrt«, sagte er. »Im Nachhinein noch vor all dem geschützt  – das macht die Liebe so, sie will auch immer rückwärts schon gewesen sein.«

Artikelnummer: ISBN 978-3-88747-361-7 Kategorien: , ,

Der Psychotherapeut Hans Sahlfeldt beschuldigt sich selbst, in geistig verwirrtem Zustand einen Mann getötet und verbrannt zu haben. Noch während der Nachforschungen begibt er sich zur Behandlung in eine psychiatrische Klinik.

Die therapeutischen Gespräche dort führen zurück in die Vergangenheit. Eines Abends war eine mysteriöse Frau in Sahlfeldts Praxis aufgetaucht und hatte ihn um Hilfe gebeten: Ihre Tochter Hanna schweige seit dem achten Geburtstag. In den Wochen nach dem ersten Treffen entsteht eine vorsichtige, für ihn vielleicht letzte Liebe. Er ahnt, dass das Schweigen der Tochter mit der Lebensgeschichte der Mutter zusammenhängt, doch die gibt ihr Geheimnis nicht preis. Eines Tages ist sie verschwunden. Sie hinterlässt Sahlfeldt Briefe, die sie an ihn geschrieben, aber nie abgeschickt hatte – und aus ihnen erfährt er die wahre Geschichte des Schweigekinds, die auch in seine eigene Kindheit und hinter die Fassaden der kleinstädtischen Idylle führt.

Annemarie Stoltenberg NDR »Gemischtes Doppel«

… man ist wirklich berührt, bewegt und betroffen, dass so etwas innerhalb einer Gesellschaft passieren kann. Dass die Gesellschaft so miteinander verflochten ist, dass Menschen diese Dinge verschweigen oder nicht wahrnehmen wollen. Es ist tief bewegend, das zu lesen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Cursor auf 16.40 schieben: https://www.ndr.de/ndrkultur/Podcast-NDRKultur-Gemischtes-Doppel-3-Stunde,audio400504.html
23.4.18

Süddeutsche Zeitung

…  zeigt, wie ein ganzes System aus der Fürsorge verpflichteten Personen wie Psychiater und Richter versagt – und die Menschen, die hinschauen könnten, hinschauen müssten, nicht erkennen, was geschieht. Und doch keimt in all dem auch die Liebe als Funken Hoffnung auf.
11.4.18

Gert Heidenreich im Gespräch mit Cornelia Zetzsche Bayerischer Rundfunk 2, Diwan

»… ein fein verwobenes, elegant geschrieben, diffiziles Beziehungsgeflecht über ein gesellschaftliches Problem … hochspannend wie ein Krimi.« Mehr hören:  https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/diwan/08-04-2018diwan-100.html

Sabine Zaplin Bayern 5 aktuell

Heidenreich erzählt äußerst dicht, so, dass die Erzählung dem Leser unmittelbar unter die Haut geht. … Er gestaltet die Umgebung der Geschichte erzählerisch, wie mit der Farbpalette des Malers; die tieferen Dimensionen entwickelt er im Dialog seiner Figuren. »Schweigekind« erinnert in seiner Konstruktion entfernt an Thomas Manns »Zauberberg«, in einer knapperen, gegenwärtigeren Form freilich. Ein faszinierender, außergewöhnlicher Roman.
Mehr lesen: https://www.br.de/mediathek/podcast/neues-vom-buchmarkt/gert-heidenreich-das-schweigekind/559221
4.4.18

Werner Jungk Junge Welt

Ein packender Roman. Es gelingt Heidenreich, seine Leser in einen ungeheuer filigranen Text hineinzuziehen, der bis zur letzten Seite spannend bleibt.
Mehr lesen: https://www.jungewelt.de/artikel/330162.tote-lolitas.html

4.4.18

Annemarie Stoltenberg NDR Kultur Neue Bücher

Dass Gert Heidenreich ganz exzellent die Dramaturgie einer Geschichte aufbauen kann, zeigt sich auch in seinem neuen Roman.
Ob man möchte oder nicht, wer einmal angefangen hat, dieses Buch zu lesen, wird es zu Ende bringen. Die Geschichte entwickelt mehr und mehr eine verstörende Faszination. … Gert Heidenreich findet die richtigen Worte, um dieses Verbrechen an einem Kind zu beschreiben und die Sinne zu schärfen.
Mehr lesen: https://www.ndr.de/kultur/buch/Gert-Heidenreich-Schweigekind-,schweigekind102.html
20.3.18

Manfred Bosch ekz Bibliotheksservice

Heidenreichs Romane waren schon immer psychologisch gut fundiert, doch mit diesem Buch über eine in Schmerz und Rachegedanken verstrickte Frau und einen Therapeuten, der über der Konsultation mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert wird, gelingt ihm ein spannungsvoll aufgebautes Kabinettstück um eine doppelte Aufarbeitungsgeschichte, die zugleich Möglichkeiten und Grenzen der Psychotherapie auslotet. Eine einfühlsame, subtile Prosa von mitunter kammermusikalisch anmutender Intensität.

Zusätzliche Information

ISBN Nummer

978-3-88747-361-7