Runaway. Roman

20,00  inkl. MWSt.

Ein atmosphärisch dichtes Road Movie über eine Jugend in den 60er Jahren, über eine stachlige Zeit, die extrem autoritär war, aber auch Fenster aufstieß in ein neues, Freiheit versprechendes Lebensgefühl.

184 Seiten
gebunden m. Schutzumschlag
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Artikelnummer: 978 3 88747 368 6 Kategorien: , ,

Zwei Sechzehnjährige haben die Schnauze voll – von ihren tyrannischen Vätern, den autoritären, noch Nazi-verseuchten Lehrern und auch davon, dass sie sich nicht richtig dagegen wehren konnten.
Eines Morgens ist Schluss. Sie packen ihre Schultaschen, treffen sich am Münchner Hauptbahnhof, steigen in den Zug nach Hamburg und sind weg. Dort werden sie von Studenten aufgenommen, die gerade gegen die Notstandsgesetze protestieren, was ihnen aber viel zu hysterisch vorkommt. Dann ziehen sie von einer Bleibe zur nächsten, verstecken sich in Dachböden, hängen mit Rockmusikern zusammen und deren coolen Freundinnen – aber immer bleibt die Frage: was wollen wir überhaupt? Der eine will Musiker werden oder Schriftsteller, der andere Zeichner. Aber wie schafft man das?
Die Flucht nimmt ein abruptes Ende. Sie haben verloren – sind aber andere geworden.

Christian Y. Schmidt CulturMag

Überhaupt stimmt in dem Roman sprachlich alles. Durch kleine Redundanzen schafft Daniels einen seltsamen Sound, der einen ganz kirre macht und wie von selbst immer tiefer in die Geschichte hineinzieht. Nichts wird aufgebauscht… Das ist eben nicht ganz große Kunst – zumindest keine, die das die ganze Zeit von sich behauptet -, sondern eine kleine, die umso schwieriger zu machen ist.
Mehr lesen: http://culturmag.de/crimemag/christian-y-schmidt-ueber-runaway-von-hp-daniels/118490
1. Juli 2019

Maik Brüggemeyer Rolling Stone

Der Münchner Autor und Journalist HP Daniels erzählt diese geradezu klassische Coming-of-Age-Geschichte warmherzig, mit einem präzisen Blick für alltägliche Details, Zeitkolorit und der richtigen Mischung aus jugendlichem Pathos, Humor und Melancholie. Mehr als ein Erinnerungsbuch.
Juliausgabe, 2019

Günther Grosser Berliner Zeitung

Wir schreiben das Jahr 1968 in HP Daniels’ famosem kleinen Roman. Nach den vielen Analysen, Dokumenten und Dokumentationen zum 50-jährigen Jubiläum des Wendejahres 1968 liefert HP Daniels Stimmen und Stimmungen aus der Ursuppe des eigentlichen historischen Umschwungs, der Rebellion der Jugend, die schon Jahre vor 1968 ihren Anfang nahm und mit neuer Musik, starken Frauen und einem Hang zum Hedonismus jene Kultur anstieß, die kurz darauf von der Politik gekapert wurde, schließlich die Macht übernahm und bis heute prägende Gültigkeit hat.
Wenn die Alten zu Hause in München der Überzeugung waren, dass ›die Urwaldmusik, die langen Haare, dieser ganze Protest, diese Beatles und die Gammler‹ nur eine vorübergehende Erscheinung seien, bis man wieder zur Normalität aus Krawatte, Blasmusik und Ordnung übergehen könne, so hatten sie sich gründlich getäuscht.
Für die ganz persönliche Einlassung auf den Schwung dieser mächtigen kulturellen Wende, für das sympathisch Ungelenke, das Tastende und im Unbekannten Stochernde, wo keiner so recht weiß, wie das, was man will, eigentlich geht, aber alle spüren, dass es das Richtige ist, dafür sind Riemschneider und Petty, deren große Brüder das alles ein paar Jahre zuvor angezettelt hatten, tatsächlich authentische Stimmen. Und man darf vermuten, dass ›Runaway‹ einen nicht unwesentlichen autobiographischen Anteil hat, denn HP Daniels war jahrelang Sänger der Escalatorz, einer Band aus der laut scheppernden Rock-Ecke des breiten Berliner Undergrounds der 80er-Jahre. Dreißig Jahre später erzählt er, wie es zwanzig Jahre zuvor losgegangen war.
19.6.2019

Christian Y. Schmidt Blog

… er scheint sich tatsächlich haargenau an jedes Gefühl und jeden Gedanken erinnern zu können, die einem Jungen in diesem Alter und zu dieser Zeit durch den Kopf spukten. Die ganze Schüchternheit gepaart mit jugendlicher Vermessenheit und der Ablehnung der Welt der Erwachsenen. Zumindest schreibt er es exakt auf. Auch die lakonische Art, wie zwei befreundete Jungs, die sich zugleich als Konkurrenten empfinden, miteinander umgehen, wird ohne einen falschen Ton geschildert.

Überhaupt stimmt in dem Roman sprachlich alles. Durch kleine Redundanzen schafft Daniels einen seltsamen Sound, der einen ganz kirre macht und wie von selbst immer tiefer in die Geschichte hineinzieht. Nichts wird aufgebauscht, nicht das Kiffen, das genau wie damals ganz nebenbei geschieht, nicht die Auftritte der Band „The Enemies“, nicht die zarten Mädchengeschichten, alles passiert wie beiläufig. Das ist eben nicht ganz große Kunst – zumindest keine, die das die ganze Zeit von sich behauptet -, sondern eine kleine, die umso schwieriger zu machen ist.

Mehr lesen: https://www.facebook.com/christian.y.schmidt/posts/10217662001358545

16.6.2019

Tommy T. Tulip blackbirds.TV – Berlin fletscht seine Szene. Zur Musikszene im weltweiten Berliner Speckgürtel

Das Buch könnt Ihr ruhig kaufen: Ich kenne H.P. Daniels Schreibe, ich schätze und empfehle sie. Ausdrücklich.
10.5.19
http://blackbirds.tv/?cat=211

Elvira Hanemann Buchhandlung Thaer, Berlin-Steglitz

H.P. Daniels ist mit diesem Roman eine wunderschöne Coming-of-Age Geschichte, ein moderner Entwicklungsroman, gelungen. …
Richtig toll an dem Buch fand ich Daniels Humor, die Art wie es uns Leser immer wieder auflachen und mitunter auch eigene Erinnerungen an diese Zeit, an deren Musik und an eigene Träume wach werden lässt. Der Autor begleitet die beiden Jungs zwar mit herrlicher Ironie, er beschreibt Stationen dieser Reise ins Unbekannte mit großer Komik, doch stets auch immer mit Sympathie. Er führt seine jugendlichen Helden nie vor.
Das ist literarischer Rock’n Roll!

Buchhandlung am Ostertor, Hamburg

Runaway ist ein athmosphärisch dichtes Road Movie über das Lebensgefühl Jugendlicher in den 60er Jahren. Viele der heutigen Großeltern werden einiges wiedererkennen, den Kids von heute bietet sich ein eigener Blick auf diese Zeit.
30.4.2019
https://www.dasviertel.de/neuigkeiten/hp-daniels-runaway

Barbara Weitzel Welt am Sonntag

Man muss aufpassen, dass einem nicht die Puste ausgeht bei der Lektüre, so schnell ist dieses Buch. Dabei kommen Petty und Riemschneider, zwei 16-jährige, die vor der Tyrannei ihrer Väter abhauen, zunächst überhaupt nicht voran. ›Wie geht’s denn weiter? – Das frage ich mich auch gerade‹ ist ein typischer Dialog. Der Kontrast liest sich wunderbar flott und ganz viel Musik bekommt man dazu.
28. April 2019

schröder & kalender taz blog schröderkalender

Daniels’ Roman hat autobiographische Züge …er ist komisch und sentimental zugleich.
22.3.2019
Lesen: https://blogs.taz.de/schroederkalender/2019/03/22/leipzig-liest-und-lauscht/

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