Leoš Janáček. Das Operngenie

16,80  inkl. MWSt.

128 Seiten, gebunden mit Abbildungen

Michael Füting erzählt von der späten Entdeckung und der späten Produktivität eines Operngenies und geht detailliert auf die herausragende Originalität und Wirkung seiner Werke ein…

 

 

 

Artikelnummer: ISBN 978-3-88747-291-7 Kategorien: , ,

Obwohl Leoš Janáček neben Mozart, Wagner, Verdi, Richard Strauss und Puccini zu den meistgespielten Opernkomponisten zählt, sind seine Biographie und die ungewöhnliche Entstehungsgeschichte seiner großen Werke weitgehend unbekannt geblieben. Das hat durchaus Gründe. Bis zu seinem sechzigsten Lebensjahr war Janáček, nach Studien in Leipzig und Wien, im eher provinziellen mährischen Brünn als Lehrer und Chordirektor tätig. Den Durchbruch erlebte er erst, als seine Oper »Jenufa« 1916 in Prag und 1918 in Wien aufgeführt wurde. Mit einem Schlag gehörte er von da an zu den wichtigsten zeitgenössischen Komponisten. Innerhalb eines knappen Jahrzehnts schuf Janáček bis zu seinem Tod 1928 dann noch vier sehr erfolgreiche Opern.
Wesentlichen Anteil daran hatte Max Brod, der Freund Franz Kafkas, der die tschechischen Libretti ins Deutsche übersetzte und so die in der k.u.k.-Monarchie vorherrschende Diskriminierung der tschechischen Sprache und Kultur aufbrach.
Janáčeks moderne Auffassungen über den Zusammenhang von Sprache und Musik, die Auswahl hochliterarischer Werke für seine Libretti, die enge Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Otto Klemperer oder Autoren wie Karel Čapek machen seine hohen Ansprüche, aber auch die lange vergessene bzw. unterdrückte Bedeutung der tschechischen Kultur im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts deutlich.

Elke Heidenreich STERN

Michael Füting hat eine »kleine Biographie« verfasst, die groß ist an Wärme, Sachverstand, Wissen, Empathie, frei von musikwissenschaftlichen Stolpersteinen, getragen von seiner Liebe zu dieser Musik, seiner Neugier auf diesen Komponisten. Kein Notenbeispiel, sondern eine Liebeserklärung an Janáčeks Opern, entlang an ihren Inhalten und der Musik, ein Denkmal für einen ganz Großen, bescheiden und mit Verbeugung – für mich Opernliebhaberin das Glücksbuch des Herbstes.

Buchtipp von Elke Heidenreich Schweizer Fernsehen, Literaturclub

… mit leichter Hand geschrieben, gut recherchiert, fachkundig und es ist eine Freude dieses Buch zu lesen, es erschließt einem diesen wunderbaren Komponisten.

Olga Hochweis Deutschlandradio Kultur

Eine leidenschaftliche Biographie … Ein durchweg unkonventioneller Ton zeichnet diese Biographie aus – (so nonkonformistisch wie ihr Protagonist?): Sie ist subjektiv, leidenschaftlich und pragmatisch in der Auswahl ihrer Quellen, dabei aber klar strukturiert. […]
Beitrag lesen: Deutschlandradio

Wolfgang Glück, Filmregisseur, in »Was ich lese« Die Presse, Wien

Auf leisen Sohlen kommt das kleine Buch daher und vermag doch Grundsätzliches zu erklären, ja die Entwicklung der Oper seit der Renaissance ebenso zu lehren wie vom Glück eines Opernabends zu schwärmen: eine Freude, glaube ich, für jeden Liebhaber!
Beitrag lesen: Die Presse

Walter Dobner Die Presse

Ein kommentiertes Verzeichnis von Bild- und Tonträgern, das sowohl von profunden eigenen Hör- und Seherfahrungen zeugt als auch die Favoriten dieses geradezu Janáček-besessenen Biografen unschwer erkennen lässt, schließt den Band ab, in dem der Autor immer wieder seine eigene Zunft, die Regisseure und Dramaturgen, kritisch hinterfragt. Ein lesenswertes Buch, das ein weiteres Mal beweist, dass sich selbst auf recht knappem Platz nicht nur Wesentliches über eine Person und ihr Werk, sondern auch bedenkenswerte persönliche Einschätzungen gut zusammenbringen lassen
Beitrag lesen: Die Presse

Zusätzliche Information

Gewicht 250 g
Größe 24 x 13.5 cm
ISBN Nummer

978-3-88747-291-7