Hannah Höch »Mir die Welt geweitet«. Das Adressbuch

25,00  inkl. MWSt.

Wissenschaftliche Mitarbeit: Marion Schmid

320 Seiten, Format 15 x 21 cm,
Halbleinenband mit Fadenheftung und Lesebändchen,
durchgehend vierfarbig mit über 150 Abbildungen und Faksimiles
Umschlag: Hannah Höch, 2×5, 1919 (Ausschnitt);
Porträtfoto Hannah Höch, 1923-25
© VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Nachlass Hannah Höch
ERSCHEINT ENDE AUGUST 2018

Gefördert durch die


 

 

Nicht vorrätig

Hannah Höch, geboren 1889, gilt heute als eine der bedeutendsten Künstlerinnen der klassischen Moderne, sie war eine der wenigen Frauen im Kreis der Dada-Künstler.

Hannah Höchs Adressbuch ist ein Kuriosum. Angelegt schon 1917, weitergeführt und immer wieder durch zusätzliche Seiten ergänzt bis zu ihrem Tod 1978, enthält es weit über tausend Namen. Es entpuppt sich als wahre Fundgrube: künstlerische Freundschaften, riskante Biographien und verrückte Verbindungen werden sichtbar.
Hannah Höch wurde 1889 in Gotha geboren. Gegen den Willen ihrer Eltern begann sie 1912 ein Studium an der Kunstgewerbeschule in Berlin.
Seit 1915 enge Verbindung zu Künstlern aus dem Umkreis von Herwarth Waldens Galerie »Der Sturm«, besonders zu Raoul Hausmann. 1916 beginnt sie als eine der ersten mit Fotocollagen und -montagen. Seit 1917 Teil der Berliner Dada-Bewegung und Mitglied der »Novembergruppe«, die Kunst als Motor der gesellschaftlichen Aufbruchstimmung nach dem Ersten Weltkrieg begriff. In der ersten Berliner Dada-Ausstellung 1919 zeigt sie abstrakte Aquarelle und Collagen.
1926-1929 lebtesie mit der Schriftstellerin Til Brugman in Holland, seit 1929 wieder in Berlin. Ihre erste große Ausstel­lung im Bauhaus Des­sau wird 1932, kurz vor der Eröffnung, vonder nationalsozialistischen Regierung Thüringens verhindert.Nach der Trennung von Brugman zieht sie mit Kurt Matthies, den sie beim Bergsteigen kennengelernt und inzwischen geheiratet hatte, 1939 in ein ehemaliges Flugwärterhäuschen in Berlin-Heiligensee. Die Ehe wurde 1944 wie der geschieden.
Während ihrer Inneren Emigration (die Nazis hatten sie zur »Kulturbolschewistin« geadelt) lebte und arbeitete sie nach 1933 in völliger Isolation und zieht  sich in ihr Häuschen mit Garten in Berlin-Heiligensee zurück. Nach 1945 wieder Ausstellungen in Berliner Galerien, 1948 beteiligt sie sich an der »DADA-Retrospektive« des Museum of Modern Art in New York – beginnt ihre Neu- und Wiederentdeckung als Malerin, internationale Ausstellungen. Sie stirbt im Mai 1978 in Berlin.

»Eine Frau im verminten Dada-Gelände war vor 100 Jahren eine Rarität. Nicht von allen Herren aus der Bürgerschreck-Fraktion wurden Frauen als Mitglieder der Bohème so richtig ernst genommen.«
Jürgen Werth, NDR, über Hannah Höch

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Zusätzliche Information

ISBN Nummer

978-3-88747-364-8