Else Lasker-Schüler. Die kreisende Weltfabrik. Berliner Ansichten und Porträts

14,80  inkl. MWSt.

128 Seiten, gebunden mit Abbildungen

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Heidrun Loeper

Else Lasker-Schüler neu zu entdecken: Präzise Beobachtungen des Großstadtlebens, Porträts von Mitmenschen, hinreißend formuliert und mit ganz eigenem Witz …

Nicht vorrätig

Artikelnummer: ISBN 978-3-88747-282-5 Kategorien: ,
Else Lasker-Schüler © National Library of Israel, Schwadron collection

Else Lasker-Schüler © National Library of Israel, Schwadron collection

Else Lasker-Schüler, 1869 in Elberfeld (Wuppertal) geboren, 1945 in Jerusalem gestorben, lebte seit 1894 in Berlin, schrieb Gedichte, Theaterstücke, Prosa und wurde eine der bekanntesten Figuren der aufregenden zehner und schrillen zwanziger Jahre. 1933 musste sie in die Schweiz emi­grieren, seit 1939 lebte sie in Palästina. Für Gottfried Benn war sie »die größte Lyrikerin des Jahrhunderts«.
Ihr Ruhm basiert auf sehr poetischen und phantasiereichen Liebesgedichten, auf ihrer unkonventionellen Lebensweise, auch auf der Fähigkeit, geradezu schwärmerisch auf Personen zuzugehen, die sie als geistesverwandt ansah und dann in Gedichten und Briefen verewigte.
Es gibt auch eine andere Seite der Else Lasker-Schüler, die viel zu wenig wahrgenommen wurde und wird: die der genauen Beobachterin des großstädtischen Lebens in Berlin. Es gibt eine Reihe von Prosatexten und Porträts aus den zehner und zwanziger Jahren, also aus der Zeit, in der Else Lasker-Schüler in Berlin lebte, die eine überraschend präzise formulierende Autorin zeigen und das Bild korrigieren, das von vielen Interpreten (à la »eine ganz nach innen gekehrte Seherin«) geprägt wurde. Sie ist hier als Autorin zu entdecken, die ihre soziale Umgebung mit allen Details und Widersprüchen wahrnahm, sie hinreißend genau beschreiben konnte und dann mit ihrer einzigartigen Ausdruckskraft zum Leuchten brachte.
In einer manchmal ironischen, manchmal ganz sachlich am Gegenstand (Straßen, Plätze, Bäume, Hotels, Cafés etc.) oder an Personen (Porträts von Zeitgenossen, bekannten wie unbekannten) orientierten Sprache hat Else Lasker-Schüler etwas über die damalige Zeit und das damalige Berlin zu sagen, was über die Feuilletons anderer Autoren dieser Zeit hinausgeht und eine ganz eigene Farbe trägt.

Die Herausgeberin, Heidrun Loeper, 1942 geboren, Literaturwissenschaftlerin und Autorin; zuletzt von 1986 bis 2005 in der Akademie der Künste zu Berlin tätig. Veröffentlichungen vor allem zu Bertolt Brecht, Tilla Durieux, Friederike Mayröcker, Margarete Steffin und ­Arnold Zweig. Zu Else Lasker-Schüler das Hörspiel »Der Prinz von Theben in Berlin« (1989), einen kleinen Essay »Leben und Schreiben« (1992), Quellenedition, mit Ina Prescher: »Else Lasker-Schüler/Leopold Lindtberg, Briefwechsel zur Uraufführung von ›Arthur Aronymus und seine Väter‹, 1936 in Zürich« (2003) und den Vortrag »Else Lasker Schüler in Berlin« (2009-2011).

 

 

Frauke Meyer-Gosau Süddeutsche Zeitung

Eine Auswahl, bestens kommentiert und mit einem informativen Nachwort versehen. Durch seine intelligente Zusammenstelllung schafft dieser schmale Band Erstaunliches: Zum einen wandert man mit der Dichterin durch ihr Berlin … und lernt ihre Freundinnen und Freunde kennen. Zum anderen entsteht auch ein Porträt der in diesen Jahren so heftig bewegten Stadt Berlin. Ein sehr persönlicher Zeit-, Stadt- und Personenführer. Den vollständigen Artikel lesen: Jussuf und der Ober-Lama

Wiebke Poromka Frankfurter Allgemeine Zeitung,

Licht auf die weniger bekannte Seite der Autorin wirft erfreulicherweise dieser schmale Band.
Den vollständigen Artikel lesen: Asphaltiertes Herz

 

Erhard Schütz Berliner Tagesspiegel

Else Lasker-Schüler singt Hymnen auf Berlin … Wer ihr bisher als exaltiert Schraubenlockerer oder von kratzbürstigen Leidensdamen adoptiertem Schmusetier aus dem Weg gegangen ist, kann nun Versäumtes nachholen. Es lohnt sich gleich dreifach: Man lernt erstens die poetische Prosa einer Dichterin kennen. Man lernt zweitens und vor allem das Berlin zwischen 1903 und 1928 neu kennen. Ach ja, der dritte Lohn des Lesers: ein sorgfältig, liebevoll und schön gemachtes Büchlein.
Den vollständigen Artikel lesen: Galopp der Großstadt

Jakob Hessing Literarische Welt

Gekonnt: Else Lasker-Schüler neu entdeckt. […] In einem schön gestalteten Auswahlband sind ihre Berliner Feuilletons wieder zu lesen, und ein informatives Nachwort der Herausgeberin Heidrun Loeper führt durch Lasker-Schülers Jahre in der Stadt.
Den vollständigen Artikel lesen: http://www.Literarische Welt.de

Frank Dietschreit rbb Kulturradio am Morgen,

Die Herausgeberin hat zweierlei gemacht: sie gibt zu jedem Text ein paar kluge Anmerkungen und Erklärungen, und sie hat ein wunderbares Nachwort geschrieben, allein dieser sensible und kenntnisreiche Text über die Berliner Jahre von Else Lasker-Schüler lohnt schon den Kauf und die Lektüre des Buches: ein Genuss.
Den vollständigen Artikel lesen: http://www.Kulturradio.de

Natalia Shchyhlevska Literaturkritik,

Die Textauswahl entführt den Leser in das Berlin der 20er-Jahre, führt ihn über die mittlerweile in die Kulturgeschichte eingegangenen Orte, an denen er die legendären Persönlichkeiten jener Epoche kennen lernt. Es ist eine kurzweilige, da abenteuerliche Angelegenheit. Möge mancher Leser am Ende dieser literarischen Reise feststellen, dass er verführt wurde, in der 15-bändigen Neuausgabe der Werke Else Lasker-Schülers weiterzulesen. Den vollständigen Artikel lesen: Eine literarische Entführung

Wolfram Schütte DeutschlandradioKultur und CULTurMAG,

Die „kreisende“ Prosa-Erregung der Else Lasker-Schüler gebiert zahlreiche kuriose, erstaunliche, anrührende & irritierende Lesestücke der einzigartigen Dichterin. Den vollständigen Artikel lesen: ELS

Blog glasperlenspiel13

Bevor ich mich inhaltlich diesem Buch nähere, muss ich dem Transit Verlag für die wunderschöne Ausgabe meine Anerkennung zollen. Atmosphärische Schwarz Weiß Fotos aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts und ein hoch interessantes Nachwort von Heidrun Loeper, selbst Autorin und Literaturwissenschaftlerin, die die Texte zeit- und literaturgeschichtlich einordnet, runden diese Prosasammlung ab. Den vollständigen Artikel lesen: glasperlenspiel13

Zusätzliche Information

Gewicht 250 g
Größe 24 x 13.5 cm
ISBN Nummer

978-3-88747-282-5