Ahrenshoop. Höchstpersönlich

18,00  inkl. MWSt.

Erstausgabe
160 Seiten, gebunden mit ca. 50 Abbildungen

Nach dem erfolgreichen Buch »Ahrenshoop. ›Balancieren auf der Meerschaumlinie«.

Erscheint Ende April 2020

»Es gibt wenige Reisebücher, die so wunderbar geschrieben sind, dass ihre Lektüre zum eigenständigen sinnlichen Genuss wird.«
Bonner General-Anzeiger zu »Ahrenshoop. Balancieren auf der Meerschaumlinie«

Umschlag »Ahrenshoop. Höchstpersönlich« zum Download

Nicht vorrätig

»Die Aura von Ahrenshoop, ihr unverwechselbares Gewebe aus Natur und Kunst – einschließlich Lebenskunst.«

Ahrenshoop blieb im Vergleich zu den mondänen Ostseebädern auf Rügen oder Usedom lange das Fischerdorf, geheimnisvoll, eigenwillig und weit weg vom Rest der Welt. Daran ändert sich auch nach Gründung der Künstlerkolonie wenig. Ein Reisebuch von 1920 beschreibt die Anreise über den Bodden so: »War’s auch keine Amerikafahrt, so war doch die Erwartung nicht weniger bedeutend wie bei einer Reise über das große Wasser.« Und die Erwartungen, so unterschiedlich sie waren, wurden selten enttäuscht. Albert Einstein lernte dort »das Pfeifen auf die so genannte Welt«, George Grosz genoss Ende der zwanziger Jahre, dass Ahrenshoop im Gegensatz zu den anderen Ostseestränden nicht mit hakenkreuzbeflaggten Sandburgen bestückt war, Lyonel Feininger war so von der Atmosphäre und dem Licht begeistert, dass er noch im Exil in New York Bilder von der Ostsee malte. Und auch das macht Ahrenshoop aus: die Gäste, ob Künstler, Schriftsteller, Theaterleute oder Naturliebhaber, brachten ihre Lebensgeschichten mit und trugen umgekehrt ihr Bild von Ahrenshoop in die Welt: das Internationale wurde dörflich – das Dörfliche international.
Kristine von Soden durchstreift die Landschaft zwischen Meer und Bodden, stellt berühmte Gäste vor (ohne das übliche name dropping), zitiert aus alten Reiseführern und sammelt ausgefallene Fotos – immer auf der Suche nach der besonderen Ausstrahlung von Ahrenshoop: »Was flüstert das Boddenschilf, wie schmeckt Ostseehimmelblau?«

»Seit Frühjahr 1905 pflegen die Familien Feininger und Berg gesellschaftlichen Kontakt. Dabei lernen sich auch Julia Berg und Lyonel Feininger kennen. Und mögen sich auf Anhieb. Ihr »Liebessommer« vom 24. Juli bis 25. August wird insofern kaum ein Zufall gewesen sein, eher eine heimliche Verabredung , sich an der Ostsee näher zu kommen. Neben Strandwanderungen, Baden in den Ostseewellen, Bootstouren und dem Austausch ihrer zahlreichen Zeichenskizzen etwa vom Küstenwald, ihrem »Wald der Versuchung«, bot sich zum Alleinsein ein Ausflug nach Ribnitz an – einschließlich Übernachtung (in getrennten Zimmern) im Hotel Kaiserhof unweit der backsteingotischen Marienkirche, deren Turmspitze früher als Seezeichen gedient hat. »Findetage« lautet die poetische Wortschöpfung, mit der Julia und Lyonel ihren Aufenthalt an der Ostsee zeitlebens beschwören. »Es war eben so schön, wie man nur einmal in seinem Leben etwas erleben kann«, schreibt Julia in einem Herbstbrief 1905 an ihren späteren zweiten Ehemann. Sein postwendendes Echo: »Der Sommer, und die See, und die Liebe!«

Zu diesem Buch gibt es leider noch keine Pressestimmen.