Ahrenshoop – »Balancieren auf der Meerschaumlinie«

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16,80  inkl. MWSt.

144 Seiten, gebunden mit Abbildungen

Streifzüge zwischen Meer und Bodden zu berühmten Gästen in ihren Quartieren – anhand von literarischen Erinnerungen, Skizzen, Tagebüchern, Briefen oder Gedichten. Und nicht nur zu guten alten Bekannten …

 

Artikelnummer: ISBN 978-3-88747-317-4 Kategorien: , ,

»Ich liege am Gestade wie ein Krokodil, lasse mich von der Sonne braten, sehe nie eine Zeitung und pfeife auf die sogenannte Welt!« Albert Einstein, Sommer 1918

Still und unberührt lag Ahrenshoop am mecklenburgi­schen Ende der Welt, als der Fremdenverkehr anderswo an der Ostseeküste schon längst auf Hochtouren lief. Doch das änderte sich allmählich, als »Sandhoop« als inspirierende Idylle entdeckt wurde und 1892 die Künstlerkolonie entstand. Als Gründungsvater gilt Paul Müller Kaempff. Das von ihm damals eröffnete Atelierhaus St. Lukas samt Pension wirkt heute als international renommiertes Künstlerhaus. Peter Wawerzinek, Ulrike Draesner und Judith Zander trugen sich in die Gästebücher ein.
Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges rollte die erste Welle von Malern an – gefolgt von Poeten, Bühnendarstellern, Selbstdarstellern, Bohemiens. Bürgerschreck George Grosz und Wieland Herzfeldeschaufelten Ende der zwanziger Jahre Sandburgen, beflaggt mit roter Fahne, was viele Strandkorbnachbarn vor Empörung in die Fluten trieb. Gerhart Hauptmann reiste 1929 nach kurzem Intermezzo beleidigt ab, fand die Ahrenshooper Badegesellschaft »intrigant«. Andere wiederum genossen die Stille in der urwüchsigen Natur, stimmten Hymnen über das Hohe Ufer, den Darßer Wald oder die »Boddeneinsamkeit« an, so Marie Luise Kaschnitz. Wissenschaftler, Filmleute, Künstler suchten vor den Nazis in Ahrenshoop Unterschlupf, darunter der Bildhauer Gerhard Marcks.
Nach der Spaltung Deutschlands wurde Ahrenshoop zum »Bad der Kulturschaffenden«: mit Johannes R. Becher, Bert Brecht und Helene Weigel, Hanns Eisler nebst Gattin Lou, Arnold Zweig, Anna Seghers und dem Verleger Peter Erichson. Spätere Gäste waren Uwe Johnson, Franz Fühmann, Helga Schütz, Christa Wolf und Brigitte Reimann. Mit einem in Strandnähe öffentlich produzierten Hörspiel ging Jürgen Becker im Jahr 2000 in die Ahrenshooper Literaturgeschichte ein.

Martin Holz Pommersche Zeitung

Wer das schöne und klar strukturierte Buch in die Hand nimmt, erfährt die wechselvolle Geschichte … Kristine von Soden verliert sich nicht in Details, sondern erzählt auf unterhaltsame Weise, ja sie balanciert mit großer Leichtigkeit »auf der Meerschaumlinie« … Nicht nur ihre angenehm zu lesenden Texte, sondern auch die sorgsam ausgewählten Schwarzweißfotos machen ihr Buch zum Kunstgenuss.

Buchtipp von Rainer Moritz Spreeradio

… Ahrenshoop ist etwas Besonderes, und wer Ahrenshoop nicht kennt, kann mit Kristine von Sodens Geschichten und Erzählungen wunderbar in die Vergangenheit eintauchen …

Kai Achte Kölner Stadtanzeiger

… ein Who-is-Who deutscher Kulturgeschichte. So berichtet es Kristine von Soden in ihrem luftig-leichten Ahrenshoop-Porträt, das mit vielen Fakten, Geschichten und Anekdoten aufwartet.

Zusätzliche Information

ISBN Nummer

ISBN 978-3-88747-317-4