Mark Siemons bespricht in der FAZ den Roman von Tilman Spengler »Made in China«: »Ein Slapstick der Gesten und Ideen, der die Leser ohne jede Schwere mit dem Aberwitz vertraut macht …

»…, der auch in der realen Welt existiert … Der Reiz dieser Groteske ergibt sich nicht zuletzt daraus, dass man sich nie sicher sein kann, was von deren absurden Fügungen denn nun fiktiv ist und was tatsächlich stimmt … Der Roman ist eine Parabel auf das heutige China, auf dessen Staatsziel des ›Großen Aufblühens der chinesischen Nation‹, auf die allgegenwärtige Fake-Kultur, hinter der staatliche Korruption ebenso stecken kann wie der Selbstbehauptungswillen der kleinen Leute, auf den Markt, der alles antreibt … Am stärksten ist in diesem Roman die Exposition, da ist schon alles Weitere angelegt. Später … franst die Handlung etwas aus und das Ende kommt etwas abrupt. Doch das tut dem Witz und der Intelligenz der gesamten Anlage keinen Abbruch.«