Die FAZ heute über »Goster« von Gerd Zahner: »Er kann schreiben und nicht nur irgendwie Spannung erzeugen.«

»Geschichten sind stärker als Waffen«. Es ist kein schlechter Einfall für einen Roman, dass die Menschen »passiver als die Dinge« sind und die Dinge »einfach das tun, was sie als Ziel in sich haben«. Es ist genau die Dosis Irrsinn, die über 140 Seiten trägt, ohne in hektische Betriebsamkeit umzukippen. Zahner, der Rechtsanwalt ist und auch Theaterkritiker, erzählt lakonisch und pointiert, er hat ein Talent für lustige Neologismen wie »neunackt« für einen, dessen Computer konfisziert wird, und bisweilen auch einen zu ausgeprägten Hang zur Sentenz, der dann so kuriose Sätze produziert wie: »Bedeutung in dieser Zeit war das hysterische Synonym für Schönheit.« Das kann man jedoch leicht überlesen, weil sich dieser Roman in Stil und Sprache so deutlich absetzt von der handelsüblichen Gebrauchsanweisungsprosa.«