Geradezu hymnisch bespricht Carsten Hueck das Buch von Anton de Kom »Wir Sklaven von Suriname« im Deutschlandfunk Kultur Lesart, 15.4.: »… ein eindringliches – im Ton der Neuen Sachlichkeit geschriebenes, immer auch von hymnischen Passagen und poetischen Bildern durchbrochenes – Stück Literatur …

… Es ist politischer Kommentar, Essay, Geschichtsschreibung und Autobiografie. Wer von Zeitungsartikeln zum Kolonialismus gelangweilt ist, findet hier alles, um in das Thema einzutauchen … So geschmeidig mit Sprache umgehen zu können, wie es de Kom tut, ist eine Demonstration der Teilhabe an einer (weißen) Kultur, die gerne exklusiv bliebe … es macht rassistische und kolonialistische Strukturen sichtbar, um Humanität […]

Sigrid Löffler, Radio Bremen, zu Anton de Kom, »Wir Sklaven von Suriname«: »In seinem furios geschriebenen Anklage-Buch …

… erzählt Anton de Kom die verdrängte Geschichte der Sklaverei in diesem tropischen südamerikanischen Land, … ›Wir Sklaven von Suriname‹ ist die bedeutendste Gegenschrift zur offiziellen niederländischen Geschichtsschreibung, denn erstmals wird hier die Kolonialgeschichte nicht aus der Sicht der Kolonialherren, sondern aus der Perspektive der schwarzen Versklavten erzählt. Anton de Kom betreibt mit diesem Buch […]

Maria Schorpp, Südkurier, 8.4., über Gerd Zahners Goster-Krimi »Die Maske des Netzes«: »… der Berlin-Roman entwickelt einen düsteren Sog und ist zugleich raffiniert konstruiert…

… Der schreibende Rechtsanwalt Gerd Zahner findet immer wieder Gelegenheit für kleine Ausflüge in den Alltag des deutschen Rechts. Man mag den ein oder anderen Dialog in seinem Willen zum Anderssein etwas gekünstelt findet, trotzdem gelingt Gerd Zahner eine spannungsgeladene Krimi-Welt mit Bezug zum richtigen Leben.

Mark Siemons bespricht in der FAZ den Roman von Tilman Spengler »Made in China«: »Ein Slapstick der Gesten und Ideen, der die Leser ohne jede Schwere mit dem Aberwitz vertraut macht …

»…, der auch in der realen Welt existiert … Der Reiz dieser Groteske ergibt sich nicht zuletzt daraus, dass man sich nie sicher sein kann, was von deren absurden Fügungen denn nun fiktiv ist und was tatsächlich stimmt … Der Roman ist eine Parabel auf das heutige China, auf dessen Staatsziel des ›Großen Aufblühens der […]

Die Münchner Abendzeitung über »Made in China« von Tilman Spengler: »… erstaunlich aktuell«:

»… ein ironisches Schelmenstück«, resümiert Volker Isfort über Tilman Spenglers Roman »Made in China«: »Tilman Spenglers vergnügliche Erzählung über parallele Wahrheiten, die Kunst des Fälschens und die Löschung und Neuerfindung von Geschichte spielt in der Vergangenheit, klingt aber erstaunlich aktuell.« Mehr lesen: https://www.abendzeitung-muenchen.de/kultur/buch/die-wahrheit-in-den-sand-gesetzt-spenglers-neuer-roman-art-709007 Münchner Abendzeitung, 26.2.2021 ISBN 978 3 88747 382 2

Christoph Schröder ist im Saarländischen Rundfunk »Literatur im Gespräch« beeindruckt von Peter Hennings Roman »Die Tote von Sant Andreu«: »Peter Henning wandelt stets auf einem schmalen Grat

zwischen flotter Story und hoher Unterhaltsamkeit, zwischen Kolportage und Action. Er interessiert sich für pralle Stoffe, für große Geschichten, die den Anspruch haben, historisches und authentisches Material mit einem fiktionalen Spannungsbogen zu versehen. Die Tote von Sant Andreu‹ ist eine in sich geschlossene psychologische Versuchsanordnung, erzählt mit den Mitteln eines sauber konstruierten Spielfilms. Das geht, […]

Eine wunderbare Kritik von Marko Martin im Deutschlandfunk zu Germano Almeida »Der treue Verstorbene«: »… ein ungeheuer gewitztes Buch …

es erzählt sehr differenziert vor dem Hintergrund dieser Inselwelt, wo jeder jeden kennt, wo tropische Lebensfreude herrscht, aber gleichzeitig ist es eine bigotte Gesellschaft. Es ist keine sterile Literatur nur für Literaturliebhaber, sondern es geht mit epischer Freude, aber nie geschwätzig in diese Gesellschaft der Kapverden hinein. Und dabei spielt die Übersetzung eine ganz große […]