Liebermanns »Schloß am Wannsee« präsentiert sich wieder als Gesamtkunstwerk von großer architektonischer, künstlerischer und politischer Bedeutung. Die Autorinnen und Autoren laden ein zu einem spannenden Spaziergang durch Haus und Garten, werfen intensive Blicke auf deren Geschichte und lassen uns teilhaben an dem Abenteuer der Wiedergeburt eines einzigartigen baulichen und gärtnerischen Ensembles.
Max Liebermann (* 20. Juli 1847 in Berlin; † 8. Februar 1935 ebenda) war ein deutscher Maler und Grafiker. Er gehört zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Impressionismus. Nach einer Ausbildung in Weimar und Aufenthalten in Paris und den Niederlanden schuf er zunächst naturalistische Werke mit sozialer Thematik. Durch die Beschäftigung mit den französischen Impressionisten fand er seit 1880 zu einer lichten Farbigkeit und einem schwungvollen Farbauftrag, der sein Hauptwerk prägt. Sein Schaffen steht symbolisch für den Übergang von der Kunst des 19. Jahrhunderts hin zur Klassischen Moderne zur Zeit des Wilhelminismus und der Weimarer Republik. Diesen Wandel förderte er als Präsident der Berliner Sezession. Von 1920 bis 1933 leitete er die Preußische Akademie der Künste, bevor er infolge der nationalsozialistischen Einflussnahme auf die Kunstpolitik zurücktrat.
Mit Beiträgen von Reinald Eckert (Landschaftsarchitekt), Rolf-Gerhard Ernst (Akademischer Restaurator), Klaus-Henning von Krosigk (Gartenbaudirektor), Nina Nedelykov (Architektin), Pedro Moreira (Architekt), Anna Teut (Autorin), Wolf-Borwin Wendlandt (Architekt und Denkmalpfleger).
ÜBER DIE HERAUSGEBER
Nina Nedelykov, Architektin, geboren 1960 in Berlin. Architekturstudium an der TU Berlin. Vize-Präsidentin der Architektenkammer Berlin (1999-2005) und seit 2001 Vize-Präsidentin der Bundesarchitektenkammer. Vorstandmitglied der ACE - Architects Council of Europe (2000-2003) und der UIA - Union Internationale des Architects (seit 2005). Veröffentlichungen zur Baugeschichte und Architekturpolitik.
Pedro Moreira, geboren 1965 in Sao Paulo, Architekturstudium an der Universität von Sao Paulo und TU-Berlin. Lebte von 1988 bis 1991 in London, seit 1992 in Berlin. Publikationen über Architektur, Städtebau und Baugeschichte. Dissertation über die brasilianische Frühmoderne (Fertigstellung 2007). Als Bildender Künstler Ausstellungen u.a. in England, Deutschland, Japan und Brasilien.
Nedelykov Moreira Architekten – Umbau und Restaurierung des Max-Liebermann-Hauses. Schwerpunkte Denkmalpflege und Bauen im Bestand. Zahlreiche private und öffentliche Bauten. U.a. Konzept für die Modernisierung des Berliner Olympiastadions.
Die Welt
»Eine kluge und schöne Dokumentation über ein beinahe verlorenes Kleinod.«



