Die Spree – eine alte Dame? Oder eine sich immer wieder neu erfindende junge Frau? Auf jeden Fall inspiriert sie an den verschiedensten Orten die verschiedensten Menschen in freier Gesellschaft zu Ideen, Aktivitäten und Schritten in eine neue Zukunft.
Das Buch will Neugier wecken, auch Reiseführer sein – es regt an, die eigene Umgebung bzw. eine unbekannte Region zu erschließen, Kostbarkeiten, die sie bereithält, kennenzulernen. Eine Reise von der Quelle bis zur Mündung, und Begegnungen mit Fischern, Bootsführern, Schleusenwärtern, Wissenschaftlern, Landwirten, Künstlern, Korbmachern, Sportlern ... Die Kapitel kreisen um den Fluss und sind gleichzeitig Porträts der dort lebenden Menschen, der Orte bzw. Landschaften. Illustriert mit Dokumenten (alten Fotografien, Landkarten, Skizzen) und ergänzt durch aktuelle Fotos und Informationen zu den jeweiligen Stationen, entsteht ein abwechslungsreiches Bild, das deutsche Geschichte und Gegenwart mit der Schönheit der Spree-Landschaft verbindet.
Reichstag und Spreewald, Spreebogen und Kanzleramt, hohe Politik und naturverbundenes Leben spiegeln sich im selben Fluss. Vierzig Jahre lang war die Spree Teil der Grenze durch Berlin (und sie wurde meist auch nur so, als Fragment, wahrgenommen), jetzt verbindet sie die östlichsten Bundesländer mit der Hauptstadt.
Ein neuer Blick auf die Spree, eine Entdeckungsreise
zu Landschaften, zu Orten und Menschen.
ÜBER DEN AUTOR
Gerd Conradt, geboren 1941 in Schwiebus (Mark Brandenburg),1966-68 Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, seit 1982 freiberuflich tätig als Regisseur, Autor, Kameramann, Produzent, Dozent.
LESEPROBE
»Ich habe zwei Jahre in Storkow/Hubertushöhe Seen-Fischerei gelernt. Das Schloß Hubertushöhe gehörte dem Zigarettenfabrikanten Reemtsma; nach dem Krieg wurde es enteignet und man richtete eine Fischereischule ein. Die Fische sind schlau geworden. Sie haben gelernt, weil man sie als kleine Fische einige Male wieder ins Wasser zurückgeworfen hat. Schon am Klappern der Kähne erkennen sie, daß Gefahr droht.«
Wolfgang Richter, Fischer am Neuendorfer See
»Als Kinder segelten wir hauptsächlich auf der Spree, wegen der Übersichtlichkeit. Mit zunehmender Selbstständigkeit segelten wir wunderbar auf dem Müggelsee, ein ideales Segelgewässer. Hier segle ich immer noch besonders gern.«
Jochen Schümann, Segler, Olympia- und Worldcup-Sieger, Berlin
»Die Spree ist Wasserlieferant für etwas, was eine faszinierende Landschaft werden kann. Nicht nur eine Seenlandschaft mit Bademöglichkeit, sondern eine Landschaft, die ihren industriellen Ursprung nicht verleugnet, die aber auch zeigt, daß sie mit viel Phantasie von Menschenhand geschaffen wurde.«
Prof. Rolf Kuhn, IBA Fürst-Pückler-Land
»Berlin erinnert mich immer an eine Wiege. Wahrscheinlich, weil es vom Wasser umgeben ist. Das scheint die Stadt regelrecht zu schaukeln, es lullt einen ein.
Und wenn man gut schläft, arbeitet man am nächsten Tag auch gut. Von allen Städten der Welt, die ich kenne, schlafe ich in Berlin am besten.«
Carlos Fuentes, Schriftsteller

200 Seiten, gebunden
240 Abbildungen, davon 32 vierfarbig
19,80 €
ISBN 978-3-88747-201-6
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