Bürgerlich Königlich   Anna Teut

BÜRGERLICH
KÖNIGLICH

Walther Rathenau und Freienwalde

reichhaltiges Errinnerungs- und Bilderbuch zu zu einem vergessenen Ort der europäischen und deutschen Kulturgeschichte: das Schloß Freienwalde.


 
176 Seiten, 100 Abbildungen, davon 20 vier­farbig, gebunden, fadengeheftet
€ 19,50 (D) / CHF 35,–
ISBN 978-3-88747-174-3

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Inhalt: BÜRGERLICH
KÖNIGLICH


Walther Rathenau, Konzernherr, Bankier, Politiker, Zeitkritiker, Maler, Schriftsteller, Förderer und Freund vieler Künstler, erwarb das von David Gilly für die Witwe Friedrich Wilhelms II. um 1800 gebaute und von Lenné gärtnerisch gestaltete Schloß Freienwalde 1909 aus Kronbesitz. Er baute es behutsam um, renovierte und ergänzte das Interieur im Stil der Zeit um 1800. Er nutzte das Schloß als Sommersitz und Rückzugsort aus beruflichem Streß und gesellschaftlichem Trubel, schrieb dort einen Teil seiner vielgelesenen Bücher und brisanten Artikel, empfing Freunde und Geschäftspartner. 1921 wurde Rathenau Außenminister der ersten deutschen Republik, bald darauf, am 14. Juni 1922, von rechtsradikalen Terroristen erschossen. 1926 übereigneten seine Erben das Schloß dem Landkreis Ober-Barnim. In der Nazizeit blieb der Name Rathenau aus dem öffentlichen Gedächtnis verbannt.
Schloß Freienwalde wurde vom Krieg verschont und während der DDR-Jahre in devastiertem Zustand von verschiedenen Institutionen genutzt. Nach der Wiedervereinigung wurde von der Walter-Rathenau-Gesellschft und dem Landkreis Märkisch-Oderland die Initiative zur Wiederherstellung und kulturellen Nutzung des Schlosses ergriffen. Anna Teut dokumentiert die wechselvolle Geschichte des Schlosses und läßt Walter Rathenau und seine Gäste, unter ihnen Munch, Liebermann, Harry Graf Kessler, Peter Behrens, Gerhard Hauptmann, Fritz von Unruh, Max Warburg und Alfred Kerr, von ihren Besuchen erzählen.

 



Autorin/Autor

Anna Teut,
Kunsthistorikerin und Journalistin, Autorin zahlreicher Bücher über Malerei und Architektur, lebt in Berlin. Im :Transit Verlag veröffentlichte sie zusammen mit Sigrid Achenbach »Max Liebermann, Das erste Skizzenbuch«.