An der Spree   Gerd Conradt

An der Spree

Der Fluß. Die Menschen.

Ein neuer Blick auf die Spree, eine Entdeckungsreise zu Landschaften, zu Orten und Menschen.
Mit Beiträgen von
Karin Büttner-Janz, Laurenz Demps, Gotthardt Erler, Jan George, Susanne Hose, TomTykwer, Jochen Schümann und vielen anderen.

 
200 Seiten, Format 22x20 cm, 240 Abbildungen, davon 32 vierfarbig, gebunden
€ 19,80 (D) / CHF 34,80
ISBN 3-88747-201-2

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Inhalt: An der Spree

In diesem Buch begegnen dem Leser auf einer Reise von der Quelle bis zur Mündung Fischer, Bootsführer, Schleusenwärter, Wissenschaftler, Landwirte, Künstler, Korbmacher, Sportler ... Die Kapitel kreisen um den Fluß und sind gleichzeitig Porträts der dort lebenden Menschen, der jeweiligen Orte bzw. Landschaften. Illustriert mit Dokumenten (alten Fotografien, Landkarten, Skizzen) und ergänzt durch aktuelle Fotos und Informationen zu den jeweiligen Stationen, entsteht ein abwechslungsreiches Buch, das deutsche Geschichte und Gegenwart mit der Schönheit der Spree-Landschaft verbindet.
Reichstag und Spreewald, Spreebogen und Kanzleramt, hohe Politik und naturverbundenes Leben spiegeln sich im selben Fluß. Vierzig Jahre lang war die Spree Teil der Grenze durch Berlin (und sie wurde meist auch auch nur so, als Fragment, wahrgenommen), jetzt verbindet sie die östlichsten Bundesländer mit der neuen Hauptstadt.
Die Spree – eine alte Dame? Oder eine sich immer wieder neu erfindende junge Frau? Auf jeden Fall inspiriert sie an den verschiedensten Orten die verschiedensten Menschen in freier Gesellschaft zu Ideen, Aktivitäten und Schritten in eine neue Zukunft.
Das Buch will Neugier wecken, auch Reiseführer sein – es regt an, die eigene Umgebung bzw. eine unbekannte Region zu erschließen, Kostbarkeiten, die sie bereithält, kennenzulernen.

Der Blick auf den Fluß verändert sich.

 



Probe

kahnbaden   »Ich habe zwei Jahre in Storkow/Hubertushöhe Seen-Fischerei gelernt. Das Schloß Hubertushöhe gehörte dem Zigarettenfabrikanten Reemtsma; nach dem Krieg wurde es enteignet und man richtete eine Fischereischule ein.
Die Fische sind schlau geworden. Sie haben gelernt, weil man sie als kleine Fische einige Male wieder ins Wasser zurückgeworfen hat. Schon am Klappern der Kähne erkennen sie, daß Gefahr droht.«
Wolfgang Richter, Fischer am Neuendorfer See

»Als Kinder segelten wir hauptsächlich auf der Spree, wegen der Übersichtlichkeit. Mit zunehmender Selbstständigkeit segelten wir wunderbar auf dem Müggelsee, ein ideales Segelgewässer. Hier segle ich immer noch besonders gern.«
Jochen Schümann, Segler, Olympia- und Worldcup-Sieger, Berlin

»Die Spree ist Wasserlieferant für etwas, was eine faszinierende Landschaft werden kann. Nicht nur eine Seenlandschaft mit Bademöglichkeit, sondern eine Landschaft, die ihren industriellen Ursprung nicht verleugnet, die aber auch zeigt, daß sie mit viel Phantasie von Menschenhand geschaffen wurde.«
Prof. Rolf Kuhn, IBA Fürst-Pückler-Land

»Berlin erinnert mich immer an eine Wiege. Wahrscheinlich, weil es vom Wasser umgeben ist. Das scheint die Stadt regelrecht zu schaukeln, es lullt einen ein.
Und wenn man gut schläft, arbeitet man am nächsten Tag auch gut. Von allen Städten der Welt, die ich kenne, schlafe ich in Berlin am besten.«
Carlos Fuentes, Schriftsteller

»Vor der Wende wußten wir zwar, wie Aal geschrieben wird, aber nicht wie ein Aal aussieht, obwohl der Fisch in Beeskow und Umgebung tonnenweise gefangen wird. Alle Aale wurden geräuchert und nach West-Berlin verkauft. Die Beeskower lebten von diesem Export – ohne je eine harte Mark zu sehen. Kurz nach der Wende – ich hatte dort einige Fotos gemacht – kaufte ich abends einen großen Aal und den haben wir auf dem Heimweg an einem Kanal verspeist, mit einer Flasche Wein.«
Rudolf Hartmetz, Fotograf


 



Autorin/Autor

Gerd Conradt,
geboren 1941 in Schwiebus (Mark Brandenburg),1966-68 Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, seit 1982 freiberuflich tätig als Regisseur, Autor, Kameramann, Produzent, Dozent.
Zahlreiche Filme, u.a.: »Fernsehgrüße von West nach Ost«, »BlaubeerWald«, 1990. »Hold Me, Love Me – Irene Moessinger und das Tempodrom«, 1995. »Menschen und Steine«, 1998. »Starbuck – Holger Meins«,, 2002. Buch: »Starbuck – Holger Meins, ein Porträt als Zeitbild«, 2001.

 



Pressestimmen

Sächsische Zeitung vom 7. Juli von Holger Gutte

Ein Filmemacher ist vom Kottmar begeistert

Eibau. Ein Berliner Filmemacher gibt jetzt das Buch „An der Spree“ heraus. Über die Leute und Geschichten am Fluss dreht er auch einen Film.
Gerd Conradt ist begeistert, wenn er von seinem Buch erzählt. Vier Jahre lang hat der 64-jährige Wahlberliner dafür recherchiert. Seine Lebensgefährtin Hedwig Korte (53) kennt jede Textzeile. Zusammen haben die beiden die Geschichte und Geschichten der Menschen am und den Fluss selber kennen gelernt, aufgeschrieben ...