Von Berlin nach Germania   Hans J. Reichhardt, Wolfgang Schäche

Von Berlin nach Germania

Über die Zerstörungen der »Reichshauptstadt« durch Albert Speers Neugestaltungsplanungen

»Ein unverzichtbares analytisches Standardwerk, weil es die Architekturgeschichte des Dritten Reiches in ihren politisch-gesellschaftlichen Zusammenhängen begreifbarer macht...«
Volkhard Bode, SFB

Nachauflage

 
208 Seiten, 142 Abbildungen und Dokumente, gebunden, fadengeheftet
€ 19,50 (D) / CHF 34,30
ISBN 3-88747-127-X

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Inhalt: Von Berlin nach Germania

Das fundierte Standardwerk zu Speers Planungen für »Berlin-Germania« – mit vielen historischen Photos und Dokumenten.
Die Autoren präsentieren nicht nur die Monumentalplanung, nach der Berlin bis 1950 ausgebaut werden sollte. Sie gehen auch auf die politischen und sozialen Hintergründe ein, dokumentieren die (vor dem Bombenkrieg!) vorgenommenen Zerstörungen durch Speers Abbruchspezialisten, schreiben über die Freiräumung von »Judenwohnungen« und über KZ-Häftlinge, die zum Arbeitseinsatz im Rahmen der gigantischen Bauvorhaben gezwungen wurden. Auch die Querelen zwischen den beteiligten NS-Dienststellen werden anhand der Dokumente deutlich, Eifersüchteleien um fette Aufträge, Beförderungen oder einen Platz an Hitlers Mittagstafel.

»›Germania‹ als Metropole eines großgermanischen Weltreichs – so erträumten sich die Nationalsozialisten die Zukunft der damaligen Reichshauptstadt Berlin. Zu welch grotesken Architekturen diese Vision führte, kann man in diesem reich bebilderten Buch nachlesen. Das Buch über die fatalen baulichen Veränderungen im Berlin der NS-Zeit ist lesenwert, weil es nicht nur die Pläne und Ergebnisse der »Neugestaltungprogramme« in ihrer zweifelhaften Ästhetik präsentiert, sondern auch die politischen Hintergründe und die Konsequenzen der nationalsozialistischen Bauwut aufzeigt: Der Abriß ganzer Berliner Stadtviertel, die Vertreibung von Juden aus ihren Wohnungen und der Einsatz von KZ-Häftlingen auf den Baustellen des Größenwahns.«
Berliner Zeitung


 



Autorin/Autor

Hans J. Reichhardt,
1925 geboren, Historiker, war von 1979 bis 1990 Direktor des Landesarchivs Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte Berlins und über die Zeit des Nationalsozialismus.

Wolfgang Schäche,
1948 geboren, Architekt und Bauhistoriker, Professor an der TFH Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Berliner Baugeschichte und insbesondere zur Architektur der NS-Zeit. Sein umfangreichesWerk über »Architektur und Städtebau zwischen 1933 und 1945« (1990) gilt als Standardwerk der architekturhistorischen Forschung zu diesem Thema.